Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte richtig zubereiten
Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Bohnen und Linsen sind vielseitig, gesund und unglaublich lecker. Doch viele wissen gar nicht, wie man sie richtig zubereitet. Häufig kommen Fragen auf wie:
- Wie lange muss man Kichererbsen & Co. einweichen?
- Wie lange müssen Hülsenfrüchte kochen?
In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte richtig zubereitest – für perfekte Konsistenz, guten Geschmack und bessere Bekömmlichkeit.
Die richtige Konsistenz: weich oder bissfest?
Hülsenfrüchte lassen sich je nach Gericht unterschiedlich zubereiten:
- Bissfest (al dente): ideal für Salate oder als Suppeneinlage
- Weich & cremig: perfekt für Hummus, Aufstriche oder cremige Gerichte
In Salaten oder aber auch in Suppen als Einlage machen sich Kichererbsen, Bohnen oder Linsen besonders gut, wenn sie noch etwas knackig sind.
Das macht Hülsenfrüchte beim Kochen härter:
- Säure in das Kochwasser geben
- Hülsenfrüchte wie Kartoffeln kochen: Wasser zum Kochen bringen, Hülsenfrüchte für max. 30 min kochen. Hülsenfrüchte direkt nach dem Kochen abgießen und auskühlen lassen
Für Hummus, Aufstriche oder eine cremige Suppe sollten Hülsenfrüchte am besten schön weich sein.
Das macht Hülsenfrüchte beim Kochen weicher:
- Natron in das Einweichwasser geben.
Wir empfehlen einen Teelöffel pro Liter. Die Hülsenfrüchte nehmen das Natron auf und bekommen so eine weiche Schale. Für sehr weiche (fast matschige) Hülsenfrüchte könnt ihr das Natron auch direkt in das Kochwasser geben. - Hülsenfrüchte weich kochen und dann im Kochwasser bei geschlossenem Deckel ziehen lassen! Ihr imitiert so den Effekt einer eingeweckten Dose. Dabei entsteht Aquafaba, das ihr als Ersatz für Eiweiß nehmen könnt.
Kichererbsen einweichen: Warum und wie lange?
Warum verursachen Hülsenfrüchte Blähungen? Jedes Böhnchen… schmeckt fantastisch und hält dich lange satt! 😉 …wenn du es richtig kochst!
Denn es stimmt: Hülsenfrüchte enthalten Stoffe, die unverdaut in unserem Dickdarm landen. Erst dort werden sie von unseren Darmbakterien verstoffwechselt. Bei diesem Prozess entstehen Gase, die zwar nicht gefährlich, aber doch ziemlich unangenehm sein können.
Doch wie kann man das verhindern?
Ganz einfach: Indem wir diese Stoffe, die sogenannten Oligosaccharide, also kurzkettige Kohlenhydrate, aus den Hülsenfrüchten entfernten. Um das zu schaffen, arbeiten wir mit einem ganz einfachem Trick: Dem Einweichen.
Wie lange muss man Kichererbsen einweichen?
Kichererbsen sollten idealerweise 8–12 Stunden in Wasser eingeweicht werden. Dadurch werden sie bekömmlicher und verkürzen ihre Kochzeit.
Wie lange müssen Kichererbsen kochen?
Eingeweichte Kichererbsen benötigen etwa 60–90 Minuten Kochzeit. Ohne Einweichen kann sich die Kochzeit deutlich verlängern.
Wie entferne ich Oligosaccharide?
Wie lange muss ich Hülsenfrüchte einweichen?
Kann ich eingeweichte Hülsenfrüchte einfrieren?
Warum Hülsenfrüchte selbst kochen?
Selbst gekochte Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte bieten einige Vorteile:
- Bekömmlicher: durch Einweichen besser verträglich
- Besserer Geschmack & Textur: individuell steuerbar
- Weniger Verpackung: nachhaltiger als Konserven
- Günstiger: oft deutlich preiswerter
- Flexibel würzbar: ganz nach deinem Geschmack
So würzt du deine Hülsenfrüchte
Hülsenfrüchte mit Salz kochen
Das passiert beim Kochen von Hülsenfrüchten
Salz gibt Geschmack
Achtung bei hartem Wasser und Säuren
Kurz zusammengefasst:
Hülsenfrüchte richtig zuzubereiten ist einfach: Einweichen (8–12 Stunden), anschließend 60–90 Minuten kochen. So werden sie bekömmlich, aromatisch und vielseitig einsetzbar – ob für Hummus, Currys oder Salate.
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